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Wegen Kopftuch verprügelt!
Weil sie ein Kopftuch trug, ist eine deutsche Studentin syrischer Herkunft auf dem Uni-Parkplatz an der Weender Landstraße verprügelt worden. Die 24-Jährige erlitt Schürfwunden und Prellungen. Wie die Polizei mitteilte, ereignete sich der Überfall am Rande der Autonomen-Demonstration am Sonnabend.
Die daran völlig unbeteiligte Medizinstudentin aus Braunschweig war gegen 15.10 Uhr auf dem Weg zu ihrem Auto, als sie unvermittelt von hinten niedergestoßen wurde. Sie fiel auf den Rücken und wurde von einem zweiten Täter mehrfach in den Rücken getreten. Dabei beleidigten die Angreifer die mit einem Kopftuch, sonst jedoch unauffällig gekleidete Frau mit auf Herkunft und Kleidung abzielenden ausländerfeindlichen Äußerungen wie etwa der Forderung, sie solle „endlich deutsch“ werden. Ob die vier Angreifer tatsächlich Neonazis sind, ist noch nicht klar, teilt die Polizei weiter mit. Allerdings sollen sie ihre Haare kurzgeschoren haben.
Polo-Fahrer gesucht
Die Polizei fahndet jetzt nach einem 19 bis 22 Jahre alten, etwa 1,80 Meter großen, hageren Mann mit hellgrünen Augen, blonden kurzen Haaren, Dreitagebart und blasser Haut. Bekleidet sei er gewesen mit einem schwarzen Daunenblouson, schwarzer Jeans und dunklem Schal. Ein zweiter gleich großer Mann sei dick, habe dunkle Haare und trug eine dunkelblaue Jacke. Ein dritter, kleinerer Angreifer trug eine weiß-graue Baseball-Cap. Zudem suchen die Ermittler den Fahrer eines älteren blauen VW Polo, der am Ort des Überfalls vorbeifuhr.
Vorfalls werden gebeten, sich unter Telefon 0551/491-1013 bei der Polizei Göttingen zu melden. hein
Quelle: goettinger-tageblatt.de
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